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d12-zerstreuung-und-beeinflussbarkeit-durch-die-plattform

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Zu Problem 2 und 3, das war die Zerstreuung und die Beeinflussbarkeit durch die Plattform . Könnte man jetzt sagen, okay, es gibt eine Plattform, auf der eine Debatte stattfinden kann, also auf der diese Debatte sichtbar ist. Es geht ja darum, dass man bei Problem 2 den Überblick behalten möchte und trotzdem Problem 3 verhindern möchte, also das heißt, die Beeinflussbarkeit durch die Plattform ausschließen möchte . Und das kann man jetzt erreichen, indem die Plattform selber nur die Anzeige der Beiträge bewerkstelligt und die Inhalte aus unabhängigen, vertrauenswürdigen Quellen zieht, z.
Wenn die „Plattform“ nur die Anzeige realisiert, jeder aber seine Beiträge in seinem bevorzugtem Medium verfassen kann, wie werden die Beiträge zu einem Thema aus den verschiedenen Medien (Zeitung, Twitter, Youtube, Instagram, . . . ) zusammen gesammelt, damit eine Debatte entsteht? D. h. wie können die Akteure Medienübergreifend miteinander interagieren?
B. GitHub, Codeburg, Gitlab, also öffentliche Git-Repos. Das heißt, die eigentlichen Debattenpreiträge liegen auf solchen öffentlichen Gitrepos, die sind für die ganze Welt lesbar, nur für bestimmte Menschen schreibbar. Also die, die sozusagen die Zugangsdaten zu dem Git-Repo haben. Das heißt, jede Debattenpartei kontrolliert selber den Schreibzugriff auf ihr Repo. Das kann ein Individuum sein, es können mehrere Leute sein, das kann sozusagen jede Debattenpartei, also jeder Akteur für sich entscheiden. Und die Aufgabe der Plattform ist es jetzt eigentlich nur ein Interface darzustellen, nämlich die Inhalte übersichtlich anzuzeigen und die Aktualisierung des Repos zu unterstützen. Also, wenn neue Beiträge hinzukommen, dass man die nicht manuell irgendwie mit Git Push und so weiter. Wir wollen ja irgendwie ein bisschen Usability haben, sondern man klickt ganz normal auf Antworten, tippt was ab, drückt auf den Button und im Backend wird das dann praktisch zu einem Git-Repo gesendet und dann kann man noch mal gucken, ob das alles gepasst hat. So, natürlich könnte auch die Plattform bei der Anzeige manipulieren, also sie könnte was anderes anzeigen als in den Git-Repos, aber das ist relativ einfach nachweisbar, weil die Inhalte selber ja als Klartext in öffentlichen Git-Repos liegen. Das heißt, es gibt einen starken Anreiz für die Plattform gegen Manipulation.
Und Problem 4, Unklarheit über die Akteure , das lässt sich sozusagen auch ganz gut abbilden, indem man die Inhalte in Git-Repos hat, denn die Repos, aus denen die Beiträge bezogen werden, die ermöglichen ja eine Identifikation. Das heißt, wenn Akteur C beanspruchen würde für Akteur A zu sprechen, dann muss er Akteur A überzeugen, einen Merge-Request oder bei GitHub Pull-Request anzunehmen. Also, das heißt man formuliert den Inhalt und sagt, hier kannst du das in dein Repo einbinden?
Wie würde die „Plattform“ mit neuen Versionen von Beiträgen umgehen? Wenn es schon Kommentare am aktuellen Beitrag gibt, was passiert dann mit diesen bzgl. der neuen Version? Müsste dann alles weiterhin relevante nochmal in der neuen Version hinzugefügt werden?
Und das könnte man natürlich auch über die Plattform abbilden. Das heißt, das bietet z. B. eine Chance für Gruppen interne Profilierung. Ich denke da z. B. an eine Partei oder an eine NGO, wo irgendwie Mitglied XY aus Regionalverband Z zur Position des wo Bundesverbandes irgendwie eine gute Ergänzung hat und das heißt also eine Chance für Gruppeninterne Profilierung durch inhaltlich qualitative Beiträge. Das sind also jetzt die Antworten auf das Problem.